Das Archäologische Zone von S. Martino

 

Die archäologische Zone von S. Martino befindet sich in der Nähe des mittelaterlichen Dorfes Tenno oberhalb des Gardasees bei Riva. Die Stätte liegt unmittelbar am uralten Handelsweg in das benachbarte Ledrotal, der einzige Übergang zu den Städeten der Lombardei war die Bocca di Trat.

Auf 800 M Über dem Meer gelegen, trennt sie das Magnone-Tal un den Ballino-Pass vom Lauf des Gamella-Albola-Baches zur Bocca di Trat.

S. Martino gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten des Trentino. Die Fundstücke zeigen, dass her von der Frühgeschichte bis zur Spätantike Menschen gelebt haben. Die früheren eher zufälligen Funde un die im Laufe der 70er Jahre durchgeführten Ausgrabungen können am Gipfel des Berges besichtigt werden. Archäologische Funde aus der Eisenzeit, auf denen sich in der römischen Epoche eine architektonische Struktur aus einer Reihe von Räumen entwickelt hat, wurden erst kürzlich entdeckt.

Das gesamte prähistorische Areal wird aus der Sicht der Archäologen als Heiligtum gedeutet.

Zeugen der späteren römischen Zeit sind nicht nur die Bauwerke, sondern auch christliche Darstellungen sowie Altäre (Ara) mit Widmungen, deren Bedeutung in einigen Fällen trotz der lateinischen Inschriften nicht immer erkennbar ist.

Einige weitläufige Siedlung, vermutlich aus dem Hochmittelalter, wurde während der Ausgrabungen zwischen 1996 und 2005 nicht weit vom Heiligtum entfernt, entdeckt.

Auch in diesem Fall ist gut zu erkennen, wie sehr sich das gesamte Areal an das gebirgige Gelände angepasst hat und jedes Stuck Terrain genutzt wurde.

Im Zentrum des weitläufigen Geländes erhebt sich ein kleiner Felsen mit dem Kirchlein von S. Martino, Schutzpatron der Franken un Pilger. Erbaut auf Resten älterer Fundamente, konnten einige Inschriften aus der römischen Zeit und verschiedene wertvolle Fragmente aus dem 8. Jahrhundert n.Chr., ans Licht gebracht werden.

Das mehrfach restaurierte Gebäude konnte seine Form bis Mitte des 18. Jahrhunderts bewahren. Dann wurde vom Bischof von Trient der Abriss angeordnet.

Heute ist das Gelände von S. Martino, dank der tatkräftigen Unterstützung der archäologischen Verwaltung der autonomen Provinz Trient, hervorragend präpariert und ist sicher eines der interessantesten Kulturdenkmäler des Trentino. Die dominante Lage, hoch über dem Fjord des nordlichen Gardasees, macht einen Besuch von S. Martino zu einem einzigartigen Erlebnis.



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